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Heinrich-Heine-Gymnasium

Dortmund

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Tromsö

Schüler forschen:

NETTE Eigentlich wollten sie mit dem Schiff bis in die Arktis fahren. Das klappt nicht. Aber auch die Festlandexpedition im August wird ein unvergessliches Erlebnis für die 17 jungen Netter Heinrich-Heine-Gymnasiasten.

Unterstützt von der Rütgers-Stiftung, hier vertreten durch Norbert Römer (l.) Mitglied des Verwaltungsrates, fahren jetzt alle 17 Gymnasiasten nach Nordnorwegen.
Sie führt die Gymnasiasten des elften Jahrgangs unter anderem nach Tromsø, nördlich des Polarkreises. Zu Klimaforschungen.

Wie berichtet, hatten die Schüler durch mehrere Projekte rund um Beobachtungen von Wechselbeziehungen in Ökosystemen die Aufmerksamkeit des renommierten Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) auf sich gezogen. Auch durch die Kontakte des Instituts sei es jetzt gelungen, zumindest an der Forschungsreise nach Nordnorwegen teilzunehmen, freut sich Dr. Torsten Nitsch, Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium und Projektleiter. Kein Wunder, dürfen die Netter doch mit Forschern der Universität Tromsø und des norwegischen Polarinstituts zusammen arbeiten. Und damit ihr Wissen, das sie sich in einem ökologischen Langzeitprojekt mit dem AWI erarbeitet haben, um diese ganz speziellen Forschungen erweitern.

Die Schüler werden dabei laut Dr. Nitsch einen Einblick in aktuelle Forschungsvorhaben zur Klimaproblematik in Tromsø und im Nordpolarmeer erhalten.

Hatte die ursprüngliche Aussicht, an einer internationalen Expedition in die Arktis teilnehmen zu können, bei den Schülern im November 2007, als sie davon erfuhren, für Euphorie gesorgt, hat die neue Planung aber doch ihre guten Seiten. Bei der ursprünglich angedachten Expedition hätten nicht alle Netter Schüler mitfahren können. Es hätte ein Auswahlverfahren "gedroht". "Jetzt ist aber klar, dass alle mitdürfen", sagt Dr. Torsten Nitsch. 

 

 

NETTE Die Expedition zur Klimaforschung nördlich des Polarkreises erfordert für 17 Netter Heinrich-Heine-Gymnasiasten intensive Vorbereitungen.

Da war die Expeditionskiste noch leer. Doch einige Stunden, nachdem dieses Foto entstand, packten die Netter Gymnasiasten die Forschungsausrüstung für ihre Expedition nach Norwegen ein.
Tromsø liegt 344 km Luftlinie nördlich des Polarkreises. Und doch ist die Stadt in Nordnorwegen in diesen Tagen 17 Netter Heinrich-Heine-Gymnasiasten so nah wie kein anderer Ort auf der Welt.

Nur noch wenige Wochen sind es, dann brechen die jungen Schüler zu einer Expedition auf, in deren Verlauf sie erforschen helfen, wie und warum sich das Klima in der Arktis verändert.

Wichtige Impulse für die Reise (1. bis 11. August) erhielten sie gestern aus berufenem Munde. Nicht nur, dass Wissenschaftler wie Diplom-Biologe Rainer Kiko aus eigener Erfahrung bei der Polarforschung berichteten. Extra aus Hamburg - wenn auch durch den Lufthansa-Streik am Düsseldorfer Flughafen bedingt mit Verspätung - war auch der bekannte Professor Mojib Latif angereist. Diese geballte Kompetenz sollte den Schülern noch einmal einen Motivationskick geben.

 

 

 

 

 

Diplom-Biologe Rainer Kiko sensibilisierte die Netter Schüler-Klimaforscher für den Klimawandel, der auch in den Ökosystemen der Arktis zu einem Ungleichgewicht führt.

Doch der war eigentlich nicht nötig. Hatten sich die jungen Frauen und Männer doch intensiv auf die Expedition, aber auch auf den Workshop mit den Wissenschaftlern vorbereitet.

Eindrücke vermittelt

Und doch war es natürlich gut, dass die Experten da waren. Denn allein schon Bilder von früheren Forschungen, gepaart mit Erfahrungen, die Rainer Kiko zum Beispiel selbst bereits im hohen Norden gemacht hatte, vermittelten den Gymnasiasten einen sehr guten Eindruck, was sie vor Ort erwartet.

 

 

 

 

 

 

Bei null Grad

Traum Arktis: Was hier noch nur am PC zu sehen ist, erfüllt sich im August für die Heinrich-Heine-Gymnasiasten.
"Ich muss auch schon mal in einem Labor bei null Grad arbeiten, weil sonst die Organismen und Tiere, die wir untersuchen, Raumtemperaturen nicht überleben würden. Das muss man manchmal auf sich nehmen", erzählte Kiko. Auch die Bilder, auf denen er in einem Käfig über dem Eis schwebt und mit beiden Händen große Eisbrocken für Proben hebt, beeindruckten die Schüler sichtlich.

Kiko und seine Kollegen bestätigten mit jedem Wort das Anliegen der Netter Gymnasiasten, Klimaforschung vor Ort zu betreiben. Kiko: "Das Abschmelzen des Meereises geht dramatisch schneller als vorausgesagt." Die Klimaerwärmung habe gerade auf das Ökosystem in der Arktis verheerende Auswirkungen: "Die Artenvielfalt nimmt ab."

 

Tag 1: Abflug und Ankunft

Vor dem Abflug vom Flughafen Düsseldorf.
13.15 Uhr Treffen am MG-Werl, 14 Uhr Treffen Dortmund am HHG
 
13.30 Uhr Aufbruch nach Düsseldorf
 
15.15 Uhr Ankunft am Flughafen, 30 ° Celsius, Sonne
 
17.20 Uhr Einchecken
 
19.05 Uhr Start mit SAS
 
21Uhr Ankunft in Oslo, 26 ° Celsius, Sonne
 
22 Uhr Abflug in Oslo
 
23.50 Uhr Ankunft in Tromsö
 
1 Uhr Hütten bezogen
 
Besonderes:
 
Sehr viele Kreisverkehre
 
Kreisverkehre im Tunnel
 
Es ist noch um 1 Uhr trotz dicker Wolken hell
 
Bei Ankunft 10°C und Wolken, Schneefelder in der Ferne
 
Gedanken vor dem Abflug:
 
Heinz Kiko (56/Werl):
„Ich hoffe, dass unsere „Alu-Kisten“ heile ankommen. Hoffentlich kommen wir alle wieder heil und gesund nach hause und ich wünsche uns allen dass die Träume wahr werden.“
 
Torsten Nitsch (44/Dortmund):
„ Ich bin froh, dass es endlich los geht, wer hätte das gedacht? Ich hoffe, dass wir alle wieder heil nach Hause bringen. Ich freue mich auf die 10 außergewöhnlichen Tage, die vor uns liegen.“
 
Esra Kücüksariglan (18/Dortmund):
„ich freue mich besonders auf die Traumhafte Landschaft und dass wir wie Wissenschaftler arbeiten dürfen.“

 

Tag 2: Tromsö City und Polaria
Die Gymnasiasten auf der Fjordbrücke mit Eismeerkathedrale und Fjellheisen-Seilbahn im Hintergrund.
9:15 Uhr          Frühstück
10 Uhr             Zu Fuß Richtung Tromsö City
11 Uhr             Ankunft Tromsö City, Organisation, Kontakte
12:30 Uhr        Besuch des „Polaria“
Ab 15 Uhr       Einkäufe (u.a. für die Verpflegung) in der City Tromsös
                               20 Uhr            Treffen der Gruppe mit Rückblick auf das Geschehene  
                                                       und Vorbereitungen für den nächsten Tag/Referat Polaria, Tromsö
10 Uhr.           Wir machen uns auf den Weg Richtung Trömso City.
Um diese zu erreichen, müssen  wir die 43 m hohe und 1036 m lange Brücke „Tromsö Brua – Bridge“ überqueren.
Eine gar  nicht so leichte Aufgabe, denn die Brücke kommt einem unendlich lang vor.
Trotzdem halten  wir unser Ziel, das Polaria, fest im Auge, denn man kann es auf Grund seiner besonderen Bauweise schon von der Brücke aus sehen.
 
 
Am anderen Ende der Brücke angekommen,  erreichen wir um etwa 11 Uhr die City.
Unser Weg geht weiter entlang des Hafenbeckens, bis wir um 12:30 Uhr am Polaria ankommen.
 
Vor dem Polaria.
Das Polaria wurde 1997 auf Initiative des  norwegischen Umweltministeriums gebaut, um Touristen
und anderen Besuchern Wissen  über die arktische Tier- und Pflanzenwelt,
das arktische Klima und die Einwirkung der  Umwelt auf diese zu vermitteln.
 
Unser Ziel wird als ein arktisches Erlebnis bezeichnet und ist  ein Zentrum, in dem Hobbyforscher
und an den Polargebieten Interessierte ( so wie wir es sind) selber auf Erlebnisreise gehen können.
 
Zunächst wird uns ein 14–minütiger Panoramafilm über Spitzbergen gezeigt.
Danach beginnen wir einen Rundgang durch die faszinierend nachgestellte arktische Lebenswelt.
Die Hauptattraktion sind die drei  Bartrobben, die hier leben und eine rein arktische Robbenart sind.
Nach dem Verlassen von Polaria erkunden wir in kleinen Gruppen die City mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten.
 
Zum Abschluss des Tages lassen wir das Geschehene noch einmal Revue passieren und blicken gespannt
schon wieder auf den nächsten Tag. Gute Nacht.
 
Tag 3: Sommaröy und Straumhella
Karibischer Badespaß bei 10,4 Grad Celsius Wassertemperatur.
-10 Uhr Abfahrt mit gemietetem Bus
-herrliche Aussicht -> Fahrt an den Fjorden und den Bergen entlang
-super herrliches Wetter -> den ganzen Tag Sonnenschein
-11 Uhr Ankunft am Campingplatz in Sommaröy
-Schwimmen im 10,5°C „warmen“ Wasser bei Außentemperaturen von 14,4°C
 
Nach Spaß und Spiel folg die Arbeit: Forschungsteams wurden gebildet.
 
 
 
 
 
 
Wir haben
-zwei Gezeitentümpel/Tidepools mit genügend Copepoden gesucht
-dort mit Hilfe von Schlauchwaagen die Höhe des Ufers gemessen und 2-dimensionale Karten entworfen
-Proben, die Copepoben enthielten, genommen zur späteren Weiterforschung.
-an drei verschiedenen Stellen Pflanzensoziologische Aufnahmen gemacht (nah am Strand, etwas weiter weg und eins schon recht hoch gelegen)
 Dafür wurden 1 m x 1 m Quadrate abgestecktt und der Pflanzenbestand ermittelt
 
Die dafür benötigten Messgeräte wurden schon am Abend vorher kalibriert und auch die Schläuche für die Schlauchwaage wurden vorher schon mit Wasser gefüllt.
Was verraten Pflanzen über ihren Standort?
 
Auf dem Rückweg zum Bus begannen die ersten Auswertungsversuche:
-zur Pflanzenvegetation fiel uns auf:
-unterschiedliche Bodengegebenheiten (z.B. nahe des Strandes kalkhaltig -> daher basisch und höher gelegen eher sauer und kalkarm) deshalb unterschiedliche Flora an den einzelnen Stellen.
Außerdem erklärte uns Herr Dr. Nitsch die Ursachen und Bedingungen der Gezeitenentstehung (Sonne, Erde, Mond) mit Skizzen im Sandstrand
 
Insgesamt sehr interessant und aufregend!

Die Natur bietet perfektes Anschauungsmaterial!!!!!!!
 
Dann ging es weiter nach Straumhella. Dort konnten wir auf eigene Faust das verlassene Dorf, den Strand und die Umgebung erkunden und bewundern.
Wir haben das für NORD-Norwegen außerordentlich schöne Wetter genossen!!!
Wir konnten zudem wunderbare Beobachtungen machen:
Einen arktischen Seeadler, den White-Tailed-Eagle, mehrere Möwen, darunter auch die Schmarotzerraubmöwe und eine Sumpfohreule (um 16.20 Uhr am Nachmittag!!!!), die hier im Hellen jagen muss.
 
Gegen 19 Uhr fuhren wir wieder zurück und um 20 Uhr waren wir wieder im Camp.
Nun freuen wir uns alle auf unser Abendessen und auf einen schönen sonnigen Abend!!!
 

Tag 4: Norwegisches Polarinstitut und Auswertung der gestrigen Proben

Die Copepoden werden mikroskopisch fotografiert, bestimmt und vermessen.
8:15 Uhr Frühstück
9:00 Uhr Treffen der Gruppe an der Rezeption

 

 

9:30 Uhr Abfahrt mit Linienbus zum Norwegischen Polarinstitut (NPI)
10:15 Uhr Ankunft am NPI und Empfang durch Dr. Sebastian Gerland,
Elin Vinje Jenssen und Fred Inge Presteng
10:30 Uhr Führung durch die Bibliothek und das Kältelabor des NPI
11:00 Uhr Vortrag von Dr. Sebastian Gerland: Klimaveränderung in der Arktis – Was passiert mit dem Meereis?
13:30 Uhr Ende des Vortrages, anschließend Pause bis 17:00 Uhr
17:00 Uhr Treffen an der Hütte der Lehrkräfte mit anschließender Besprechung der zu erledigen Auswertungen der
gestrigen Arbeit
20:30 Uhr Ende der Auswertungen
ab 20:30 Uhr frei zu gestaltende Zeit
Besuch des Norwegischen Polarinstituts in Tromsö
Die interessante Führung durch die Bibliothek zeigte uns, dass die Erforschungen der Arktis schon seit
mehreren Jahrhunderten erfolgte und die Ergebnisse spärlich aufgezeichnet worden sind, aber heute eine
wichtige Bedeutung als Vergleichsdaten besitzen. Das älteste Buch stammte vom Deutschen Wilhelm
Barents aus dem 16. Jahrhundert. Nach dieser Führung hatten wir die Ehre eines der Kältelaboratorien zu
besichtigen. Die Temperatur lag bei angenehmen -8° C. In diesen Kältelaboratorien werden die Proben der
Eisbohrungen untersucht und analysiert.
Anschließend gingen wir in einen der Konferenzräume des NPI und Dr. Sebastian Gerland hielt einen
informativen Vortrag über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Meereis. Dr. Gerland ist Meereis
Glaziologe und arbeitet seit 11 Jahren am NPI, nachdem er sechs Jahre am Alfred-Wegener-Institut in
Bremerhaven tätig war. Unter Meereis versteht man Eis, das die Ozeane in den Polargebieten kürzere (ab
einem Tag) oder längere Zeit (bis zu 10 Jahren) bedeckt. Es wird dabei in junges, einjähriges und
mehrjähriges Meereis unterschieden. Dabei kann es wenige Zentimeter dick sein oder aber auch bis zu 2
Meter dick werden. Eisberge jedoch gehören nicht zum Meereis, weil sie von Landgletschern stammen.

 

Vor dem NPI.
Das Meereis hat eine große Bedeutung in vielerlei Hinsicht; es hat Einfluss auf das marine Ökosystem, die Rohstoffexploration, den Tourismus, die Transportwege, die indigene Bevölkerung (angepasste Kultur) und das globale Klima (Reflektion der einfallenden Sonnenstrahlen – Indikator für klimatische Veränderungen). Der auf dem Meereis liegende Schnee, der unter bestimmten Bedingungen auch selber zu Meereis werden kann, hat eine besondere Bedeutung für das Eis, da er die Sonnenstrahlen reflektiert (Albedo-Rückkopplungsprozess). Allerdings ist dabei die Schneedicke und die Schneekörnung bzw. Schneebeschaffenheit entscheidend für die Intensität der Reflektion.
Dr. Sebastian Gerland schlussfolgerte aus seinen teilweise noch nicht publizierten Daten, dass die Meereisausbreitung in der Arktis im Rückgang ist (2007 war ein Rekordminimum zu verzeichnen), eine Reduktion der Meereisdicke stattfindet und dass der Schnee eine wichtigere Rolle als bisher angenommen besitzt. Daher sei eine Fortsetzung der Langzeitstudien notwendig, um Prozesse, die für die spätere Entwicklung entscheidend sind, besser verstehen und beeinflussen zu können.
Auswertung der gestrigen Messungen und Proben
Nach einer kurzen Besprechung des morgigen Tages und der noch zu erledigenden Aufgaben erfolgte die Einteilung in verschiedene Gruppen, die sich unterschiedlichen Aufgaben widmeten: Zuordnung der gefundenen Pflanzen und Salztoleranz-Analyse der Copepoden. Die zum Teil überraschenden Ergebnisse bildeten einen gelungen Ausklang der heutigen Ereignisse.
Tag 5: Fjellheisen
Gruppenbild in traumhafter Kulisse.
Wetterlage: Sonnig, fast wolkenlos, 20 °C, leichter Wind
Treffpunkt: 11 Uhr
Ablauf:
Abreise 11.25
12 Uhr Ankunft an der Seilbahnstation Fjellheisen
-         Ticketpreis 70 Kr. pro Person
Nach drei Minuten Fahrtzeit und 850m Strecke erreichten wir den Gipfel (431m über NN)
Wir bekamen eine Stunde Freizeit um Fotos zu machen und die recht beeindruckende Aussicht zu genießen.
Vegetationsuntersuchung:
Danach fing die eigentliche Arbeit an. Wir steckten vier Felder mit jeweils einem Quadratmeter Fläche ab um die Vegetation in allen Einzelheiten zu bestimmen.
Nach drei Minuten Fahrtzeit und 850m Strecke erreichten wir den Gipfel (431m über NN)
Wir bekamen eine Stunde Freizeit um Fotos zu machen und die recht beeindruckende Aussicht zu genießen.
Vegetationsuntersuchung:
Danach fing die eigentliche Arbeit an. Wir steckten vier Felder mit jeweils einem Quadratmeter Fläche ab um die Vegetation in allen Einzelheiten zu bestimmen.
Beispiel:
Erste Aufnahme (Pflanzenarten):
- Krähenbeere
- Rauschbeere
- Zwergbirke
- Blaubeere
- Wiesenglatthafer
Besonderheiten im gesamten Gebiet waren drei Bärlapp-Arten:
- Alpenbärlapp (ein Eiszeitrelikt, alpin-arktische Verbreitung)
- Gewöhnlicher, flacher Bärlapp ( nordische Verbreitung)
- Sprossender Bärlapp ( nordische Verbreitung)
Zusätzlich fanden wir die ästige Mondraute, eine große botanische Besonderheit, die in Deutschland nahezu ausgestorben ist.
Nachdem diese Arbeit abgeschlossen war, hielt Herr Dr. Nitsch einen Vortrag über die Evolution der Landpflanzen. Nun begann der Abstieg – diesmal allerdings zu Fuß. Nach einem dreistündigen, mit einigen Schwierigkeiten verbundenen Marsch ( dichte Bebuschung, Flüsse, Steilhänge) erreichten wir unser Forschungscamp.
Gegen 18.30 Uhr begannen dann die Grillvorbereitungen, an denen sich alle beteiligten.
Ab 21.00 Uhr ließen wir den Abend bei einem gemütlichen Grillfest ausklingen.
 
Tag 6: Universität und Botanischer Garten Tromsø
Lena Seuthe referiert.
9.40 Abmarsch zu Fuß und per Bus zur Universität Tromsø
10.20 Ankunft und Begrüßung durch die deutsche Doktorandin Lena Seuthe, die uns über die Historie der Universität Tromsø informierte (anfangs umstrittene Errichtung in Nordnorwegen).
10.45 Fahrstuhl bleibt mit beiden Lehrern und 11 Schülern im 4ten Stock stecken.
 
 
10.50 Rettung durch den herbeigeeilten Hausmeister, anschließend Führung durch das Gebäude – unter anderem Besichtigung von Laboratorien.
Im Institut für Fischereiforschung und Meeresbiologie.
11.00 Lena Seuthe sprach mit uns über unsere Langzeitexperimente und lobte unseren außergewöhnlichen Wissensstand.
11.10 Vortrag durch Lena Seuthe über die Arktis, das CO2 – Klimaproblem, sowie die Bedeutung der Algen, Bakterien und des Planktons für den globalen Kohlenstoff-Kreislauf (1021 Sterne im bekannten Universum, jedoch 1029 Bakterien in den Weltmeeren) und ihre Untersuchungen in der zentralen Barentsee.
12.00 Fortsetzung der Thematik mit einem Vortrag des ebenfalls deutschen Doktoranden Frank Beuchel zu Lebensgemeinschaften am Meeresboden und ihre Langzeitbeobachtung im Kongsfjord bei Ny-Alesund auf Spitsbergen unter besonderer Beachtung zur Klima-Problematik. Nachfolgende Diskussion zu dieser Thematik sowie persönliche Fragen zum Leben in Norwegen.
13.30 Ende des Universitätsbesuchs und anschließender Gang zum Botanischen Garten Tromsøs (dem nördlichsten der Welt).
13.40 Ankunft am Botanischen Garten von Tromsø mit kurzer Besichtigung.
13.50 Auftrag: Suche nach den uns unbekannten Pflanzen, die in den Vegetationsaufnahmen gefunden wurden. Danach Freizeit zur weiteren Erkundung des Gartens und für Haushaltseinkäufe.
Gruppenbild mit Südbuche Notofagus im nördlichsten botanischen Garten der Welt.
19.00 Treffen aller: Besprechung des nächsten Tages und Referate über die besichtigten Orte des Tages.
20.00 Freizeit fürs Abendessen und zur Erholung.
Eindrücke: trotz durchwachsenen Wetters schaffte es die atemberaubende Vielfalt der Flora, uns zu beeindrucken; das Institut für Meeresbiologie und Fischerei befindet sich in einem architektonisch gelungenen Gebäude; dieser durchweg interessante Tag zeigte uns einmal mehr, wie einmalig diese Fahrt doch ist.
 
Tag 7: Skjervoy
Auge in Auge mit fleischfressenden Pflanzen.
Programm: Busfahrt von Tromsö nach Skjervoy mit mehreren Exkursionen und zweimaligem Übersetzen mit Fähren. Anschließend Rückfahrt mit den berühmten norwegischen Postschiffen (Hurtigruten).
 
Tagesablauf:
 
09.35 Feueralarm beim Frühstück wegen angebrannter Toastbrote
 
10.00 Abfahrt mit dem Bus vom Campingplatz in Tromsdalen
 
10.50 1. Übersetzen mit einer Fähre auf die Halbinsel Lyngen
 
11.27 Erreichen des Jägersees bei Svensby auf Lyngen:
 - Botanische Exkursion in das anliegende Hochmoor mit Betrachtung u. a.  von Sonnentau-Arten (breitblättriger & langblättriger), Moorbirken und Torfmoosen.
- Erläuterungen zur Entstehung eines Hoch- bzw. Niedermoores unter Berücksichtigung der geologischen Gegebenheiten.
- Betrachtung der umliegenden Gletscher, die für die Bildung der Landschaft verantwortlich waren.
Auch die 140 Gletscher der Lyngalpen sind vom Klimawandel gefährdet.
 
12.00 Pause am Jägersee
 
13.30 Weiterfahrt zur nächsten Gletscherbeobachtung,
 
14.15 2. Fährüberfahrt von Lyngseidet nach Olderdalen
 
15.00 Weiterfahrt nach Skjervoy, dabei Durchfahrt durch einen 2122 m langen Tunnel, der in 98 Metern Tiefe einen Fjord unterschreitet 
 
 
 
16.10 Überschreiten des 70. Breitengrades kurz vor Skjervoy
 
16.22 Ankommen in Skjervoy:
- Erkundung des Ortes und Betrachtung der alten Holzkirche von 1721
- Wanderung zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt in Richtung Norden mit Blick auf das offene Nordmeer in Richtung Nordpol
- Botanische Betrachtungen der dort wachsenden Orchideen und Staunen über die Blütenpracht im Hohen Norden
 
18.30 Pause 
 
19.38 Anlegen der M/S Nordkapp (Hurtigruten) in Skjervoy
 
19.50 Ablegen der M/S Nordkapp mit fünfminütiger Verspätung
 
23.45 M/S Nordkapp legt pünktlich in Tromsö an
 
23.55 Besteigen des Linienbusses Richtung Tromsdalen nach einem kurzem Sprint, um den Bus zu erreichen.
 
00.30 Ankunft im Camp
 
 
Tag 8: Vervollständigen der Auswertungen
Mikrospopieren in der kleinsten Hütte.
9:00
Frühstück
 
Leider konnten wir aus hygienischen (Gefahr der Infektion der wertvollen Forschungstiere) und personellen Gründen (letzte Ferienwoche in Norwegen) nicht wie geplant an den physiologischen Untersuchungen der Robben und Moschusochsen teilnehmen. Deshalb haben wir alternativ unsere Auswertungen vervollständigt.
 
 
 
11:00
Zusammentreffen in Hütte 48: zwei vorbereitete Vorträge der Schüler über das Polarinstititut und über Oslo gehört
Ein Copepode, der in Salz- und Süßwasser überleben kann, komprimiert.
 
11:45
Verteilung der Arbeiten: Plankton und Copepoden mikroskopieren, Leitfähigkeitsmessungen vom Salzwasser und Süßwasser, Datenaufnahme der Ergebnisse der Exkursionen, Auswertungen der Salzoleranz von Kleinkrebsen in Salz- und Süßwasser
 
17:00
Nachmittags hatten wir eine Verschnaufpause vom vorherigen Tag und Gelegenheit einige Einkäufe zu erledigen
 
21:00
Vorbereitungen für den nächsten Tag in Hütte 48: Arbeitsverteilung und Inhalt der Museen besprochen
 
Ab 22 Uhr: endlich darf das Abendessen beginnen!!!!
 
Tag 9: Polarmuseum
Vor dem Polarmuseum.
Foto: privat
Morgens:
- Bis 9 Uhr Frühstück, 9.15 Uhr Abfahrt mit dem Bus 24
Besuch im Universitätsmuseum (= Tromsø-Museum):
Zum einen wurde die Entstehung der Polarlichter und zum anderen die Entstehung von Gesteinsschichten, Fossilien und Kristallen erklärt. Des Weiteren konnte man sich über die Kultur der Samen, die die ursprüngliche Bevölkerung Nord-Skandinaviens darstellten, und die urzeitliche Geschichte Norwegens informieren.
 
Mittags:
-Besichtigung des Polarmuseums:
Im Polarmuseum wurde der Schwerpunkt vor allem auf die Polarforschung und das Überleben in den Polarregionen gelegt. Aber auch die Biografien berühmter Polarforscher, wie Roald Amundsen und Frithjof Nansen konnten dort eingesehen werden.
 
Nachmittags:
Am Nachmittag durften alle ihre Freizeit selber gestalten, sodass die meisten die Zeit für einen letzten Aufenthalt in Tromsø-City genutzt haben.
 
Ab 18.00 Uhr bis nach Mitternacht:
Der Abend wurde auf dem Campingplatz verbracht, wo die letzten Auswertungen der Pflanzen- und Copepoden-Untersuchungen vorgenommen wurden. Auch am Exkursionsbericht wurde fleißig gearbeitet.
Tag 10: Aufräumen, putzen, packen Heute wollen wir mit der Auswertung soweit vorankommen, dass wir noch hier in Tromsö
fertig werden, was auch wohl gelingen kann.

Dann steht das Aufräumen und Putzen und Packen in den Hütten an.

Am Abend wird mit den Kooperationspartnern gefeiert und gegrillt. Herr Professor Dr. Paul
Wassmann fliegt aus Longyearbyn/Spitzbergen am Nachmittag nach Tromsö und wird am
Abend mit uns über seine aktuelle Forschungsfahrt sprechen.

Vielleicht kommen wir dennoch etwas früher ins Bett als üblich, denn morgen früh sollen schon
um 7 Uhr mit dem Frühstücksbeginn alle Koffer und Kisten bereit sein.

Am Montag kommen um 8 Uhr die Taxis, um 10.15 Uhr geht der Flieger.

Ein Bericht des WDRs über die Tromsö Exkursion der Diogenesgruppe. Im Studio waren Herr Dr. Nitsch sowie eine Schülerin.

{flv}Tromsoe_Klimaforschung{/flv}