NETTE Eigentlich wollten sie mit dem Schiff bis in die Arktis fahren. Das klappt nicht. Aber auch die Festlandexpedition im August wird ein unvergessliches Erlebnis für die 17 jungen Netter Heinrich-Heine-Gymnasiasten.
![]() |
| Unterstützt von der Rütgers-Stiftung, hier vertreten durch Norbert Römer (l.) Mitglied des Verwaltungsrates, fahren jetzt alle 17 Gymnasiasten nach Nordnorwegen. |
Wie berichtet, hatten die Schüler durch mehrere Projekte rund um Beobachtungen von Wechselbeziehungen in Ökosystemen die Aufmerksamkeit des renommierten Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) auf sich gezogen. Auch durch die Kontakte des Instituts sei es jetzt gelungen, zumindest an der Forschungsreise nach Nordnorwegen teilzunehmen, freut sich Dr. Torsten Nitsch, Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium und Projektleiter. Kein Wunder, dürfen die Netter doch mit Forschern der Universität Tromsø und des norwegischen Polarinstituts zusammen arbeiten. Und damit ihr Wissen, das sie sich in einem ökologischen Langzeitprojekt mit dem AWI erarbeitet haben, um diese ganz speziellen Forschungen erweitern.
Die Schüler werden dabei laut Dr. Nitsch einen Einblick in aktuelle Forschungsvorhaben zur Klimaproblematik in Tromsø und im Nordpolarmeer erhalten.
Hatte die ursprüngliche Aussicht, an einer internationalen Expedition in die Arktis teilnehmen zu können, bei den Schülern im November 2007, als sie davon erfuhren, für Euphorie gesorgt, hat die neue Planung aber doch ihre guten Seiten. Bei der ursprünglich angedachten Expedition hätten nicht alle Netter Schüler mitfahren können. Es hätte ein Auswahlverfahren "gedroht". "Jetzt ist aber klar, dass alle mitdürfen", sagt Dr. Torsten Nitsch.
NETTE Die Expedition zur Klimaforschung nördlich des Polarkreises erfordert für 17 Netter Heinrich-Heine-Gymnasiasten intensive Vorbereitungen.
Tromsø liegt 344 km Luftlinie nördlich des Polarkreises. Und doch ist die Stadt in Nordnorwegen in diesen Tagen 17 Netter Heinrich-Heine-Gymnasiasten so nah wie kein anderer Ort auf der Welt. 
Da war die Expeditionskiste noch leer. Doch einige Stunden, nachdem dieses Foto entstand, packten die Netter Gymnasiasten die Forschungsausrüstung für ihre Expedition nach Norwegen ein.
Nur noch wenige Wochen sind es, dann brechen die jungen Schüler zu einer Expedition auf, in deren Verlauf sie erforschen helfen, wie und warum sich das Klima in der Arktis verändert.
Wichtige Impulse für die Reise (1. bis 11. August) erhielten sie gestern aus berufenem Munde. Nicht nur, dass Wissenschaftler wie Diplom-Biologe Rainer Kiko aus eigener Erfahrung bei der Polarforschung berichteten. Extra aus Hamburg - wenn auch durch den Lufthansa-Streik am Düsseldorfer Flughafen bedingt mit Verspätung - war auch der bekannte Professor Mojib Latif angereist. Diese geballte Kompetenz sollte den Schülern noch einmal einen Motivationskick geben.
![]() |
| Diplom-Biologe Rainer Kiko sensibilisierte die Netter Schüler-Klimaforscher für den Klimawandel, der auch in den Ökosystemen der Arktis zu einem Ungleichgewicht führt. |
Doch der war eigentlich nicht nötig. Hatten sich die jungen Frauen und Männer doch intensiv auf die Expedition, aber auch auf den Workshop mit den Wissenschaftlern vorbereitet.
Eindrücke vermittelt
Und doch war es natürlich gut, dass die Experten da waren. Denn allein schon Bilder von früheren Forschungen, gepaart mit Erfahrungen, die Rainer Kiko zum Beispiel selbst bereits im hohen Norden gemacht hatte, vermittelten den Gymnasiasten einen sehr guten Eindruck, was sie vor Ort erwartet.
Bei null Grad
![]() |
| Traum Arktis: Was hier noch nur am PC zu sehen ist, erfüllt sich im August für die Heinrich-Heine-Gymnasiasten. |
Kiko und seine Kollegen bestätigten mit jedem Wort das Anliegen der Netter Gymnasiasten, Klimaforschung vor Ort zu betreiben. Kiko: "Das Abschmelzen des Meereises geht dramatisch schneller als vorausgesagt." Die Klimaerwärmung habe gerade auf das Ökosystem in der Arktis verheerende Auswirkungen: "Die Artenvielfalt nimmt ab."
Tag 1: Abflug und Ankunft
![]() |
| Vor dem Abflug vom Flughafen Düsseldorf. |
![]() |
| Die Gymnasiasten auf der Fjordbrücke mit Eismeerkathedrale und Fjellheisen-Seilbahn im Hintergrund. |
![]() |
| Was verraten Pflanzen über ihren Standort? |
Tag 4: Norwegisches Polarinstitut und Auswertung der gestrigen Proben
![]() |
| Vor dem NPI. |
![]() |
| Im Institut für Fischereiforschung und Meeresbiologie. |
![]() |
| Gruppenbild mit Südbuche Notofagus im nördlichsten botanischen Garten der Welt. |
![]() |
| Auge in Auge mit fleischfressenden Pflanzen. |
![]() |
| Auch die 140 Gletscher der Lyngalpen sind vom Klimawandel gefährdet. |
![]() |
| Ein Copepode, der in Salz- und Süßwasser überleben kann, komprimiert. |
Ein Bericht des WDRs über die Tromsö Exkursion der Diogenesgruppe. Im Studio waren Herr Dr. Nitsch sowie eine Schülerin.
{flv}Tromsoe_Klimaforschung{/flv}