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Heinrich-Heine-Gymnasium

Dortmund

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Vorwort

Eine lebendige Schule lebt besonders davon, dass die Menschen, die dort gemeinsam lernen, leben und arbeiten in einem regen Gedankenaustausch stehen, miteinander kommunizieren und  sich persönlich verantwortlich dafür fühlen, dass ihre Schule funktioniert, die gesteckten Ziele erreicht, immer besser wird. Nach meiner Wahrnehmung haben wir an unserer Schule die Möglichkeiten für eine intensive Kommunikation der verschiedenen Gruppen untereinander hergestellt. Unsere Schülerinnen und Schüler finden auf allen Ebenen offene Ohren und Türen, auch ohne Voranmeldung. Regelmäßige Treffen des Erprobungsstufen- und des Mittelstufengremiums ermöglichen Eltern, Lehrern und Schulleitung kurze Wege des Gedankenaustausches. Enge Kontakte zwischen Schulpflegschaft, SV und Schulleitung unterstützen die Kommunikation an unserer Schule zusätzlich.

Nun hat die neue Chefredakteurin unserer Homepage, Frau Gorski, einen Schulleiter-Blog angeregt. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen solle ich über aktuelle Themen und Entwicklungen, die unsere Schule betreffen, in einem Weblog oder  kurz „Blog“  berichten und Stellung beziehen. Ich nehme diese Anregung gerne auf und werde versuchen, mich als „Blogger“ zu betätigen. Sicherlich kann es dazu beitragen, Prozesse und Entscheidungen transparenter zu machen und die Kommunikation in unserer Schule noch weiter zu verbessern.

Die Themen,  die im Blog anzusprechen wären, sind gerade in der heutigen Zeit äußerst vielfältig. Da Schule im Brennpunkt nahezu aller gesellschaftlichen Prozesse und Probleme steht, hat fast jedes gesellschaftliche und politische Thema auch einen Bezug auf Schule, Ausbildung und Erziehung. Ich werde mich aber bemühen, den Fokus so einzuschränken und auch allgemeinere Überlegungen immer konkret auf die besondere Situation unserer Schule und unseres Schulzentrums zu beziehen.

Zunächst möchte ich – gewissermaßen als Vorwort – einen kurzen Einblick in meine Sichtweise unserer Schule geben:

Als jüngstes und auch kleinstes staatliches Gymnasium in Dortmund haben wir den Anspruch, die Tradition gymnasialer Bildung mit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu verbinden. Dabei helfen uns gleichermaßen die Ausstattung der Schule mit neuen Medien wie der Unterricht, der auch heute noch ohne Tafel und Kreide nicht auskommt.

Ergebnisse standardisierter Befragungen, aber auch sehr persönliche Erfahrungen vermitteln mir den Eindruck, dass sich der überwiegende Teil unserer Schülerinnen und Schüler am Heinrich-Heine-Gymnasium wohl fühlen. Kritische Distanz und menschliche Nähe, soziale Verantwortung und persönliche Selbstbestimmung, Fördern und Fordern, Erziehen und Unterrichten, Arbeiten und Feiern sind elementare Grundlagen unseres Schullebens, um deren Balance wir uns im Schulalltag bemühen.

Unseren Anspruch an die Qualität der Abschlüsse, die an unserer Schule erworben werden können, sehen wir untrennbar verknüpft mit unserem Bestreben, unsere Schülerinnen und Schüler maximal zu fördern. Auf den verschiedenen Ebenen von Organisation und Gestaltung von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Lern- und Betreuungsangeboten bemühen wir uns nach Kräften darum,  die Grundlagen für erfolgreiche Schullaufbahnen zu schaffen.

Für diejenigen, deren Leistungswille über den normalen Unterrichtsalltag hinausweist, bieten wir eine Vielzahl von Möglichkeiten der individuellen Weiterqualifizierung. Schulische Projektarbeit, in Eigenverantwortung organisierte Lernprozesse, aber auch die   Kooperation mit den Hochschulen Dortmunds ermöglichen frühe Erfahrungen mit wissenschaftlichen Studien- und Arbeitsformen.

Unsere Schule ist das einzige Gymnasium des Stadtbezirks Mengede. Es fühlt sich in besonderer Weise dem Kontakt mit den Menschen im Stadtbezirk verpflichtet. Durch eine Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen, wie Elternforen, Präsentationen von Arbeitsergebnissen, Tagen der offenen Tür usw. bemühen wir uns, dieser Verpflichtung nachzukommen.

Unsere Schule wird im kommenden Schuljahr in den gebundenen Ganztag gehen. Seit knapp einem Jahr arbeitet unser gesamtes Kollegium in unterschiedlichen Arbeitskreisen und Projektgruppen daran, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Inhaltlich sind wir also vorbereitet. Und dennoch wird der Eintritt in diese neue Phase unserer Schulentwicklung ziemlich holperig werden, denn leider ist es dem Schulträger bisher aufgrund der bekannten Haushaltsprobleme in Dortmund nicht gelungen, uns die räumlichen Mittel, wie sie etwa zur Gestaltung einer angemessen Übermittagsbetreuung unverzichtbar sind, zur Verfügung zu stellen.

So wird sich also alles etwas verzögern. Da man aber als Schulleiter nicht nur über viel Geduld verfügen muss, sondern auch über grenzenlosen Optimismus, hoffe ich darauf, dass sich, wenn auch mit Verspätung, für unsere Schule alles zum Besseren wenden wird.

Dr. Detlef v. Elsenau