Elternforum
Am HHG wird viel Wert auf die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule gelegt. Dazu zählen auch die Veranstaltungen des Elternforums. In unregelmäßigen Abständen werden Foren zu verschiedenen Themen im Zusammenhang von Lernen und Erziehung angeboten.
Unsere alltägliche Wahrnehmung trügt uns offensichtlich nicht: Alkoholkonsum hat bei unseren Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert. 60% aller Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren konsumieren regelmäßig Bier, Schnaps bzw. Likör, wohl nicht nur, um kein „Feigling“ zu sein. Auch wenn bei dieser Gruppe noch von kontrolliertem Konsum gesprochen werden kann, so wird man nicht darüber hinwegsehen können, dass weitere 15% als Alkoholmissbraucher gelten und weitere 2-3% der Kinder und Jugendlichen bereits schwer geschädigt sind.
Das Problem ist die sinkende Altersgrenze der Ersterfahrung mit der Alltagsdroge „Alkohol“, denn die Suchtgefahr steigt, je früher der Jugendliche mit dem Trinken beginnt.
Angesichts dieser Umstände wird der Ruf nach schulischer Alkoholprävention immer lauter. Die einschlägigen wissenschaftlichen Untersuchungen des Problems weisen aber einhellig auf die große Bedeutung der Familie in diesem Zusammenhang hin. Aber was können Eltern zum Schutz ihrer Kinder wirklich tun? Es gibt sicherlich keine Antworten „von der Stange“. Aber ebensowenig sind wir Eltern zur Hilflosigkeit verdammt.
Der Vortrag bietet einen Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Forschung in Bezug auf die Droge „Alkohol“ und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie auf die erzieherischen Möglichkeiten und Probleme der Alkoholismusprävention. Im Anschluss daran soll die Möglichkeit eines Gedanken- und Erfahrungsaustausches zwischen den Teilnehmern der Veranstaltung gegeben werden.
Die Phase der Pubertät stellt sowohl für die Kinder als auch für die Eltern in den meisten Fällen eine Zeit hoher Belastung dar. Auf beiden Seiten kommt es häufig zu erheblichen Verständnisproblemen und Verhaltensunsicherheiten, nicht selten zu Sprachlosigkeit. Diese Phase scheint sich heute immer weiter nach vorne zu verlagern und auch länger als früher zu dauern.
In seinem Vortrag versucht Herr Dr. v. Elsenau neuere Erkenntnisse der Jugendforschung auf die Frage hin auszuleuchten, wie Eltern und Schule auf die veränderten Anforderungen der Entwicklung Jugendlicher im Alter zwischen 12 und 16 Jahren reagieren können, wie Konflikte bewältigt und Leistungsprobleme kompensiert werden können. Im Anschluss an den Vortrag wird es Gelegenheit für Fragen und Diskussionen im Plenum geben.
Es geht um die Frage: Wie denken Kinder eigentlich? - Möglichkeiten und Grenzen der elterlichen Lernunterstützung. Der Referent Dr. Detlef v. Elsenau geht auf das Problem ein, dass uns kindliches Denken häufig fremd ist. Vielfach verstehen wir nicht, warum unsere Kinder einfachste Zusammenhänge einfach nicht lernen, mit komplizierten technischen Dingen und Abläufen, die selbst wir häufig nicht verstehen, keine Probleme haben. Kinder lernen oft nicht das, was sie sollen, obwohl wir als Eltern viel Zeit und Geduld investieren, um sie zu unterstützen. Dafür lernen sie aber scheinbar ohne großen Aufwand das, was wir gerade nicht wollen. Am Tag vor der Arbeit scheint alles begriffen, am nächsten Tag rollen dann die Tränen.
Eine häufige Ursache für Lernversagen liegt darin, dass falsch gelernt wird. Aber wie lernen Kinder richtig und wie lernt man richtig lernen? Die Forums-Veranstaltung versucht im ersten Teil auf diese Fragen einige Antworten zu geben. Im Anschluss hieran hoffen wir auf eine möglichst lebhafte Diskussion.
Die Einrichtung des Elternforums am Heinrich-Heine-Gymnasium scheint sich zu einer guten Tradition zu entwickeln. Auch am vergangenen Montag wurden die Veranstalter wieder durch das große Elterninteresse überrascht. Über 70 Teilnehmer informierten sich über die Grundlagen des kindlichen Denkens und über die Möglichkeiten der Eltern, den Lernerfolg ihrer Kinder zu unterstützen.
In seinem Vortrag veranschaulichte Dr. Detlef v. Elsenau den Denkprozess von den „feuernden Synapsen“ über rechts- und linkshirniges Denken bis zu den Grundlagen kategorialer Denk- und Wahrnehmungsstrukturen. Die Teilnehmer hatten auch die Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit lernunterstützenden Mnemotechniken zu machen und durch aktives „Chunking“ zwölfstellige Zahlenmonster in kurzer Zeit zu lernen.
Die Diskussion, die sich im Anschluss an den Vortrag entwickelte, machte deutlich, wie groß das Interesse der Eltern an der Thematik ist. So wurde etwa der Wunsch geäußert, in Workshops mit den Lehrerinnen und Lehrern das Wissen um die vielfältigen Lerntechniken zu vertiefen.
In Presse und Internet tauchte in der letzten Zeit recht provozierende Betrachtungsweise dieses Problems auf:
Wer erinnert sich noch?
Wisst Ihr noch, damals ?
Wir haben es tatsächlich geschafft.
Kaum zu glauben, aber es ist so.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, speziell was der Gesetzgeber und die Bürokraten, die Medien und die Informationsgesellschaft uns täglich vorbeten und verbieten, müssten wir alle, die in den Sechzigern bis Anfang der Achtziger aufgewachsen sind, längst tot sein.
Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt und Formaldehyd sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim, dem Kleber des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste Filzstifte hatten Ausdünstungen, die benebelten und wer erinnert sich noch an den leicht salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers? Steckdosen, Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten, aber meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten um es zu glauben. Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme.
Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren uns unbekannt! Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt, noch an Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen meines Vaters. Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es doch nichts schöneres als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch komplett runter kurbeln konnte) des fahrenden Autos zu stecken und sich den Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen, dass man kaum noch Luft bekam. Wasser haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht aus einer Flasche. Wahnsinn! Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes Brot mit fingerdick Butter drauf, dazu gab es überzuckerte Limonaden oder künstlich gefärbtes Tri Top. Fett geworden sind wir deswegen nie, weil wir immer draußen waren. Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche getrunken und es ist tatsächlich keiner daran gestorben. Wir haben stunden- und tagelang an Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt, die wir aus rostigem Schrott und splitterigem Holz konstruiert hatten. Dann sind wir den Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung gelandet waren, haben wir gelernt auch dieses Problem zu lösen. Wir gingen in der Früh raus und haben den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen von Essenspausen und kamen erst wieder rein, als es dunkel wurde und man den Fußball nicht mehr richtig sehen konnte. Wir waren nicht zu erreichen. Keine Handys! Wenn es regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht, Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte auf. Wir hatten weder Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele, keine PCs, keine 50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen. Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem vor Vorfreude den Magen kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme, die immer eine Überraschung waren, weil keiner wusste was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald Duck oder Micky Maus Film dabei war, hatte man das ganz große Los gezogen. Wir hatten Freunde!
Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht. Wir haben Fußball gespielt mit allem was sich kicken ließ und wenn einer einen echten Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen, egal wie schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft hat, lernte mit der Enttäuschung umzugehen. Wir spielten Völkerball bis zum Umfallen und manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen wurde. Wir sind von Bäumen und Mauern gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns Knochen gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Wir hatten Unfälle! Es waren einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden, den man dafür verantwortlich halten konnte und vielleicht sogar noch vor den Kadi zerrte. Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel waren von Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab es nicht. Wenn wir uns an Brennnesseln gebrannt haben, oder uns eine Mücke gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt, oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder draufgepinkelt. Geholfen hat alles. Wir haben gestritten und gerauft, uns gegenseitig grün und blau geprügelt und gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben Spiele erfunden mit Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer gegessen. Und obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir kaum ein Auge ausgestochen und die Würmer haben auch nicht ins uns überlebt. Wir sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet und sind dort geblieben nur um mit ihm zu reden. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere, also haben sie eine Klasse wiederholt. Sie sind nicht durchgefallen, sondern wurden von den Lehrern einfach zurückgestuft. Zensuren bei Proben wurden nie manipuliert, egal aus was für Gründen. Wir waren für unsere Aktionen selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer zu erwarten, wenn wir Scheiße gebaut hatten. Der Gedanke, dass ein Elternteil uns rausklopft wenn wir mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar. Im Gegenteil, die Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes. Stellen Sie sich das einmal vor! Unsere Generation hat einige der größten Enterpreneure und Erfinder hervorgebracht. Die letzten 50 Jahre waren eine wahre Explosion an Innovationen und Ideen. Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und Misserfolg, Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben gelernt damit umzugehen.
Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen, was unseren Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge zudrückten, anstatt die Kinder mit übergroßer Vorsicht zu erdrücken. Unsere Eltern trauten uns zu, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat es geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu unseren Lebenserfahrungen.
Schick diese Mail an alle weiter die du kennst, die sich auch zu dieser glücklichen Generation zählen dürfen, als Kinder noch Kinder waren und noch keine Anwälte mit Schadensersatzklagen und Regierungen mit kinderfeindlicher Politik unseren Alltag bestimmten.
Unsere Schule bemüht sich seit langem, die Lernbedingungen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen beständig zu verbessern. Das bezieht sich insbesondere auch auf die Gestaltung eines lernförderlichen Schulklimas. dem Aspekt "Gesunde Ernährung" widmen wir un seit Beginn des Schuljahres in besonderer Weise. Der neu gegründete Verein zur abwechslungsreichen und gesunden Ernährung hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Bewirtschaftung der Cafeteria diesen Bereich unseres Schulalltags auszugestalten.
Gesunde Ernährung fängt aber nicht erst in der Schule an. Notwendig ist die Unterstützung der Ernährungserziehung durch das Elternhaus. Deswegen haben wir den Experten, Herrn Tackenberg von der Alten Apotheke DO-Mengede gebeten, uns die Grundzüge gesunder Ernährung in einem Vortrag zu vermitteln. Wir hoffen mit diesem Vortragsangebot ihr Interesse zu finden.
Zu Beginn der Veranstaltung werde ich den anwesenden Eltern einen kurzen Überblicküber den stand der Unterrichts- und Schulentwicklung am Heinrich-Heine-Gymnasium geben.