- Der Auftrag individueller Förderung ist fundamentaler Bestandteil des Leitbildes unserer Schule. Er findet seine Begründung im Bildungsverständnis des Heinrich-Heine-Gymnasiums (siehe Schulprogramm), das die schulische Ausbildung von Sachkompetenz in den unmittelbaren Zusammenhang der Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen stellt.
- Individuelle Förderung wird sowohl verstanden als gezielte Unterstützung von Schülerinnen und Schüler mit Leistungsdefiziten (Defizit orientierte Förderung) als auch von denjenigen, die eine erhöhte Leistungsbereitschaft, ein erhöhtes Leistungsvermögen besitzen oder besondere Fähigkeiten (Excellenzförderung) verfügen.
- Die Basis aller Förderung stellt einerseits der fachlich und methodisch anspruchvolle Lehrer geleitete Fachunterricht¹ dar.
- Andererseits geht das pädagogische Verständnis am HHG von einem umfassenden Verständnis von Lernen aus, das Schule nicht nur auf den Lehrer geleiteten Fachunterricht re-duziert. Im Schulzeit-Konzept des HHG werden die unterschiedlichen Formen, Phasen und Angebote des Lernens und Förderns systematisch verortet. (Siehe Anhang: Schulzeit-Konzept des HHG)
- Erfolgreiche Förderung setzt eine gründliche individuelle Diagnose² , die Schaffung geeigneter Grundlagen³ in der Erprobungsstufe sowie die begleitende Erfolgskontrolle der einzelnen Maßnahmen voraus.
- Konzepte individueller Förderung am HHG gehen von einem ganzheitlichen Ansatz aus, der die Vernetztheit der Ursachen von Leistungsdefiziten reflektiert und die Vernetzung der ein-zelnen Förderkomponenten und der Handelnden (Lehrer, Schüler, Mitschüler, Eltern) zum Ziel hat. (Siehe Anhang: Rahmenkonzept Individuelle Förderung am Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund)
- Wirksame Förderung bedarf der Nachhaltigkeit der gemeinsamen Anstrengungen und wird durch Aktionismus im Sinne kurzfristiger - und häufig populistischer - Maßnahmen behindert. Aus diesem Grunde wird das Vernetzungsprinzip ergänzt durch das Prinzip der Phasierung des Förderprozesses. Die einzelnen Phasen sind gekennzeichnet durch Hierarchisierung, Dimensionierung (Zunahme der Intensität), zeitliche Begrenzung. Der Förderbereich entwi-ckelt sich somit nicht zu einer „Parallel-Schule". (siehe Anhang: Förderpyramiden des HHG).
- Dem Recht auf individuelle Förderung steht die Pflicht der zu Fördernden gegenüber, einen eigenen Beitrag zum Erfolg der Maßnahmen beizutragen. Dazu gehören insbesondere die zuverlässige Erledigung der (Haus-)Aufgaben und die Wahrnehmung der Beratungstermine. (siehe Anhang: (Haus-)Aufgabenkonzept des HHG). Ein zentrales Element der Förderung unter diesem Gesichtspunkt stellt die nachhaltige Leistungserziehung4 dar.
- Individuelle Förderung am Gymnasium basiert grundsätzlich auf Maßnahmen der Differenzierung, wobei Strategien der inneren Differenzierung (z.B. binnen - differenzierender Un-terricht, Förderstunden für spezielle Leistungsgruppen usw.) dort ihre Grenzen erreichen, wo Wege der äußeren Differenzierung den betroffenen Schülerinnen und Schülern eher gerecht werden (z.B. durch Schulwechsel oder Wiederholung der Jahrgangsstufe)
- Die fachspezifische Förderung wird eng verzahnt mit der Förderung personaler und sozialer Kompetenzen. Hierzu zählen u.a. die Förderung der Konzentrations- und Leistungsbe-reitschaft und der Lese- und Schreibfähigkeiten.
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¹Kriterien „guten" Unterrichts:
- Hohe fachwissenschaftliche Standards
- Effiziente Unterrichtsmethoden (u.a. fachübergreifendes Methodencurriculum)
- verbindliche, praxisnahe und transparente inhaltliche und methodische Absprachen in den Fachgruppen sowie Sicherstellung deren Umsetzung
- Transparente Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung
- Dokumentation des Erreichten (z.B. durch schulinternes Portfolio)
- Effektive und kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte
- Professionelle und kontinuierliche Evaluationspraxis
²Diagnose:
- Eingangstest zur Früherkennung von LRS
- Regelmäßige Schülergespräche (Koordinatoren und Stufenleiter)
- Förderkonferenzen
- Teamgespräche (Klassenleiterteams, Erprobungsstufenteam)
³Grundlagenschaffung in der Erprobungsstufe:
- Intensive Betreuung der Kinder durch überschaubares Lehrerteam (Erprobungsstufen-Team)
- Kleine Eingangsklassen
- Betreuung im außerunterrichtlichen Bereich durch Klassenpaten höherer Jahrgangsstufen
- intensive, mehrtägige Einführungsphase durch Klassenlehrer/innen
- Hausaufgabenbetreuung im Rahmen 13-plus
- Unterstützung durch Lernpaten aus der Oberstufe
- Differenziertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften (z.B. Jonglieren Lernen, Mathematik –AG, allerlei Sport - AGs)
- Lernen vor Ort in schuleigenen Biotopen
- Intensive Vorbereitung von Prüfungen (wie z.B. Klassenarbeiten)
- musische Förderung (Kunst, Musik, Tanz)
- IKG (Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung)
- Trainings zur Entwicklung der Sozialkompetenz und gegen Ausgrenzung von Mitschülern (Selbstbehaup-tungstraining) in den Jahrgangsstufen 5 und 6.
- Teilnahme an bundes- und landesweiten und regionalen Wettbewerben
- schulinterne Wettbewerbe
- Lesenächte
4Nachhaltige Leistungserziehung:
- Angemessener Umfang der (Haus-)Aufgaben
- Kontrolle der (Haus-)Aufgaben und entsprechende Rückmeldung
- Klare Regelabsprachen
- Konsequente Regeldurchsetzung (z.B. bei Nichterledigung von Hausaufgaben Nacharbeit im Silentium)
- Durchsetzung und Aufrechterhaltung eines angemessenen Lernklimas (Geringer Geräuschpegel, zügige Umsetzung von (Arbeits-) Anweisungen usw.)
- Förderung individueller, positiver Lerndispositionen (Konzentrations- und Ruhephasen, Schutz vor Reiz-überflutung, Herstellung eines geeigneten Ordnungsrahmens in allen Arbeitszusammenhängen, Förderung von Sorgfalt – Heftführung, Schrift - usw.)
- Förderung effizienter Lerntechniken
- Pünktlichkeitserziehung (bezogen auf Unterrichtsbeginn, Abgabe von Arbeitsaufträgen usw.)
- Transparenz und Validität des Bewertungssystems
- Hervorhebung und Belohnung von besonderen Leistungen (z.B. Klassenbestenehrung in Schulversamm-lung, Veröffentlichungen auf Homepage, Unterrichtsbefreiung, Teilnahme an besonderen Exkursionen usw.)
Stand: 27.06.2010
Stand: 27.06.2010
Leitlinien der Förderung am HHG
1. Der Auftrag individueller Förderung ist fundamentaler Bestandteil des Leitbildes unserer Schule. Er findet seine Begründung im Bildungsverständnis des Heinrich-Heine-Gymnasiums (siehe Schulprogramm), das die schulische Ausbildung von Sachkompetenz in den unmittelbaren Zusammenhang der Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen stellt.
2. Individuelle Förderung wird sowohl verstanden als gezielte Unterstützung von Schülerinnen und Schüler mit Leistungsdefiziten (Defizit orientierte Förderung) als auch von denjenigen, die eine erhöhte Leistungsbereitschaft, ein erhöhtes Leistungsvermögen besitzen oder besondere Fähigkeiten (Excellenzförderung) verfügen
3. Die Basis aller Förderung stellt einerseits der fachlich und methodisch anspruchvolle Lehrer geleitete Fachunterricht[1] dar.
4. Andererseits geht das pädagogische Verständnis am HHG von einem umfassenden Verständnis von Lernen aus, das Schule nicht nur auf den Lehrer geleiteten Fachunterricht reduziert. Im Schulzeit-Konzept des HHG werden die unterschiedlichen Formen, Phasen und Angebote des Lernens und Förderns systematisch verortet. (Siehe Anhang: Schulzeit-Konzept des HHG)
5. Erfolgreiche Förderung setzt eine gründliche individuelle Diagnose[2], die Schaffung geeigneter Grundlagen[3] in der Erprobungsstufe sowie die begleitende Erfolgskontrolle der einzelnen Maßnahmen voraus.
6. Konzepte individueller Förderung am HHG gehen von einem ganzheitlichen Ansatz aus, der die Vernetztheit der Ursachen von Leistungsdefiziten reflektiert und die Vernetzung der einzelnen Förderkomponenten und der Handelnden (Lehrer, Schüler, Mitschüler, Eltern) zum Ziel hat. (Siehe Anhang: Rahmenkonzept Individuelle Förderung am Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund)
7. Wirksame Förderung bedarf der Nachhaltigkeit der gemeinsamen Anstrengungen und wird durch Aktionismus im Sinne kurzfristiger - und häufig populistischer - Maßnahmen behindert. Aus diesem Grunde wird das Vernetzungsprinzip ergänzt durch das Prinzip der Phasierung des Förderprozesses. Die einzelnen Phasen sind gekennzeichnet durch Hierarchisierung, Dimensionierung (Zunahme der Intensität), zeitliche Begrenzung. Der Förderbereich entwickelt sich somit nicht zu einer „Parallel-Schule“. (siehe Anhang: Förderpyramiden des HHG)
8. Dem Recht auf individuelle Förderung steht die Pflicht der zu Fördernden gegenüber, einen eigenen Beitrag zum Erfolg der Maßnahmen beizutragen. Dazu gehören insbesondere die zuverlässige Erledigung der (Haus-)Aufgaben und die Wahrnehmung der Beratungstermine. (siehe Anhang: (Haus-)Aufgabenkonzept des HHG). Ein zentrales Element der Förderung unter diesem Gesichtspunkt stellt die nachhaltige Leistungserziehung[4] dar.
9. Individuelle Förderung am Gymnasium basiert grundsätzlich auf Maßnahmen der Differenzierung, wobei Strategien der inneren Differenzierung (z.B. binnen - differenzierender Unterricht, Förderstunden für spezielle Leistungsgruppen usw.) dort ihre Grenzen erreichen, wo Wege der äußeren Differenzierung den betroffenen Schülerinnen und Schülern eher gerecht werden (z.B. durch Schulwechsel oder Wiederholung der Jahrgangsstufe)
10. Die fachspezifische Förderung wird eng verzahnt mit der Förderung personaler und sozialer Kompetenzen. Hierzu zählen u.a. die Förderung der Konzentrations- und Leistungsbereitschaft und der Lese- und Schreibfähigkeiten.
[1] Kriterien „guten“ Unterrichts:
§ Hohe fachwissenschaftliche Standards
§ Effiziente Unterrichtsmethoden (u.a. fachübergreifendes Methodencurriculum)
§ verbindliche, praxisnahe und transparente inhaltliche und methodische Absprachen in den Fachgruppen sowie Sicherstellung deren Umsetzung
§ Transparente Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung
§ Dokumentation des Erreichten (z.B. durch schulinternes Portfolio)
§ Effektive und kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte
§ Professionelle und kontinuierliche Evaluationspraxis
§ Eingangstest zur Früherkennung von LRS
§ Regelmäßige Schülergespräche (Koordinatoren und Stufenleiter)
§ Förderkonferenzen
§ Teamgespräche (Klassenleiterteams, Erprobungsstufenteam)
[3] Grundlagenschaffung in der Erprobungsstufe
§ Intensive Betreuung der Kinder durch überschaubares Lehrerteam (Erprobungsstufen-Team)
§ Kleine Eingangsklassen
§ Betreuung im außerunterrichtlichen Bereich durch Klassenpaten höherer Jahrgangsstufen
§ intensive, mehrtägige Einführungsphase durch Klassenlehrer/innen
§ Hausaufgabenbetreuung im Rahmen 13-plus
§ Unterstützung durch Lernpaten aus der Oberstufe
§ Differenziertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften (z.B. Jonglieren Lernen, Mathematik –AG, allerlei Sport - AGs)
§ Lernen vor Ort in schuleigenen Biotopen
§ Intensive Vorbereitung von Prüfungen (wie z.B. Klassenarbeiten)
§ musische Förderung (Kunst, Musik, Tanz)
§ IKG (Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung)
§ Trainings zur Entwicklung der Sozialkompetenz und gegen Ausgrenzung von Mitschülern (Selbstbehauptungstraining) in den Jahrgangsstufen 5 und 6.
§ Teilnahme an bundes- und landesweiten und regionalen Wettbewerben
§ schulinterne Wettbewerbe
§ Lesenächte
[4] Nachhaltige Leistungserziehung
§ Angemessener Umfang der (Haus-)Aufgaben
§ Kontrolle der (Haus-)Aufgaben und entsprechende Rückmeldung
§ Klare Regelabsprachen
§ Konsequente Regeldurchsetzung (z.B. bei Nichterledigung von Hausaufgaben Nacharbeit im Silentium)
§ Durchsetzung und Aufrechterhaltung eines angemessenen Lernklimas (Geringer Geräuschpegel, zügige Umsetzung von (Arbeits-) Anweisungen usw.)
§ Förderung individueller, positiver Lerndispositionen (Konzentrations- und Ruhephasen, Schutz vor Reizüberflutung, Herstellung eines geeigneten Ordnungsrahmens in allen Arbeitszusammenhängen, Förderung von Sorgfalt – Heftführung, Schrift - usw.)
§ Förderung effizienter Lerntechniken
§ Pünktlichkeitserziehung (bezogen auf Unterrichtsbeginn, Abgabe von Arbeitsaufträgen usw.)
§ Transparenz und Validität des Bewertungssystems
§ Hervorhebung und Belohnung von besonderen Leistungen (z.B. Klassenbestenehrung in Schulversammlung, Veröffentlichungen auf Homepage, Unterrichtsbefreiung, Teilnahme an besonderen Exkursionen usw.)



