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Heinrich-Heine-Gymnasium

Dortmund

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Kunstunterricht

Die Kunstkurse des Heinrich-Heine-Gymnasiums stürmen das Museum K20 in Düsseldorf!

Düsseldorf, 4.2.2011: Museumsbesuch von 5 Kunstkursen in Kooperation mit der Uni Dortmund, Fachbereich Kunst

„Kunst des 20. Jahrhunderts sehen und verstehen“ – Unter diesem Motto begaben sich 120 Schülerinnen und Schüler der Einführungsstufenkunstkurse des Heinrich- Heine Gymnasium auf einen abenteuerlichen Ausflug ins K20 Museum in der Düsseldorfer Altstadt. Durch frühes Aufstehen und eine doch längere Zugfahrt waren die meisten noch in Gedanken in ihren Betten…diese Schlafstimmung verflog jedoch, als die Schülerinnen und Schüler am Düsseldorfer Bahnhof eintrafen und sich eigenständig den Weg zum Düsseldorfer Museum suchen mussten. Dort eingetroffen, ging es zunächst in eine Art Hörsaal, wo sowohl Studenten und Studentinnen der Uni Dortmund, deren Dozentin als auch die Museumsleitung die Schülerinnen und Schüler des HHG in Empfang nahmen.Maloureporter

Nach einer kurzen Begrüßungsrede der stellvertretenden Museumsleiterin, gab Frau Prof. Dr. Welzel einen Überblick über die Geschichte des Museums K20, nach der die Sammlung hauptsächlich aus Bildern besteht, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ bezeichnet worden waren und somit nicht ihren Vorstellungen von Kunst entsprachen. Damals wurden viele Werke zerstört oder ins Ausland verkauft. Die Sammlung des K20 zeigt eine Vielzahl jener von Kunstsammlern nach 1945 zurückgekauften Bilder und Plastiken, darunter viele „historische Schätze“ (deshalb auch der Name „heimliche Nationalgalerie“).

Nach dieser Einführung wurden die Schülerinnen und Schüler in Gruppen aufgeteilt und begleitenden Lehrern zugeordnet. Das Konzept sah vor, dass jede Schülergruppe bei ihrer Wanderung durch das große Museum an vier bis fünf ausgewählten Bilder länger Halt macht und hier eine ausführliche Präsentation des jeweiligen Werkes durch eine Studentengruppe erhält, die sich hierauf gezielt vorbereitet hatte. Die Bilder - mehrheitlich auch aus dem derzeitigen Unterrichtsinhalt der Stilllebenmalerei - waren:

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...eine Geschichte malerisch dazu dichten...

Die 6. Klassen haben sich im Kunstunterricht zur Aufgabe gemacht Postkarten oder Fotografien mit Farbe und Pinsel zu erweitern. Hierbei sollte versucht werden, die jeweiligen Farben an zu mischen, die die Karte vorgibt, Tiefenräumlichkeit zu erzeugen und eine kleine Geschichte zu erfinden, die über das Geschehen der ursprünglichen Karte hinausgeht. Diese kleine Bildgeschichte musste nicht unheimlich spektakulär sein – wir hatten uns vorgenommen, die Bilder nicht zu „überfrachten“. Manchmal ist Weniger Mehr.

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6-Klässler als Zoologen unterweg

Erstmals öffentlich gezeigt werden hier Handzeichnungen von jungen Tierforschern, die in den verschiedenen Erdteilen Herden von bislang unbekannten Gattungen beobachtet und gezeichnet haben. Wenn man genau hinsieht, lässt sich die zum Teil skurrile Oberflächenstruktur der merkwürdigen Tiere erkennen. Außerdem zeigen die Zeichner die Körperlichkeit (3-Dimensionalität) der Tiere und den Herdencharakter – stehen die Tiere nicht hintereinander und werden in der Entfernung befindliche Exemplare nicht kleiner dargestellt? Es ist erstaunlich, welche Artenvielfalt sich hier offenbart.

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"Move your body...!"

Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Menschendarstellung in der plastischen Kunst, haben die Schüler/innen des 12er Grundkurses Torsi aus Ton gestaltet, die eine Bewegung vollziehen. „Torso“ ist die Bezeichnung für die Darstellung des Oberkörpers. Während z.B. Statuen aus dem antiken Griechenland im Laufe mehrerer Jahrhunderte durch Zerstörung unfreiwillig zu Torsi wurden, indem den Figuren die Gliedmaßen abgeschlagen wurden, beginnen Künstler im 19. Jahrhundert diese eigentlich unvollständige Darstellung des menschlichen Körpers als eigene Kunstgattung zu etablieren: Der nicht vollendete Körper („non finito“) wird zum eigenständigen Kunstwerk.

Die Herausforderung für die Schüler/innen bestand in der Bearbeitung des Problems, dass sich menschliche Bewegung hauptsächlich über die Gliedmaßen definiert. Also musste genau hingeschaut werden: wie verhalten sich Rückrat, Schultern, Hals oder Brustpartien bei einer bestimmten Drehung oder Streckung. Insgesamt sollte die Darstellung naturalistisch ausfallen.

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