Schulleiterblog

Sisyphos Empfehlung

Man kommt wohl nicht umhin, angesichts der Situation, die sich heute Morgen dem Auge des entsetzten Betrachters in der Schule bot, an den bekannten korinthischen Königssohn zu denken. Gerade haben wir die jahrelangen Bauarbeiten im Abschluss gebracht, da macht uns Wasser einen Strich durch unsere Rechnung.   Laut plätschernd lief es vom dritten Stock durch die einzelnen Räume ins Kellergeschoss.

Ein Lichtblick in dieser Situation waren mal wieder unsere Schülerinnen und Schüler, die geistesgegenwärtig und beherzt mit anfassten und zu retten suchten, was zu retten war.

Der materielle Schaden scheint auf den ersten Blick nicht unerheblich, im Hauptgebäude unserer Schule müssen wir in vielen Räumen wieder ganz von vorne anfangen. Was aus meiner Sicht allerdings genauso schwer wiegt ist, dass ich meinen Kolleginnen und Kollegen wieder viele, viele Stunden Mehrarbeit zumuten muss, Mehrarbeit die wieder Mal nichts mit dem Kerngeschäft des Unterrichtens zu tun haben. Auch unseren Schülerinnen und Schülern kann ich für die nächsten Wochen wieder nur Provisorien anbieten. Da eine Reihe von Räumen renoviert werden muss und für den Unterricht nicht zur Verfügung steht, werden wir wieder zusammenrücken und intelligente Lösungen finden müssen.  

Der Unterschied zu der Aufgabe, die Sisyphos zu bewältigen hatte, ist allerdings der, dass einerseits ein Ende abzusehen, andererseits die Aufgabe nicht sinnlos ist. Wenn alle an einem Strang ziehen, hoffe ich, dass wir in den nchsten Wochen in renovierten Räumen unterrichten können.

Detlef v. Elsenau

Dortmund im September 2016

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